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Was zu tun ist, wenn das Konto gepfändet ist?

Kontopfändung
eines der "Trümpfe" mit dem ein Gläubiger seinen Schuldner in die Zange nehmen kann. Wenn Sie als betroffener Schuldner, jetzt nichts unternehmen, bekommen Sie keinen Cent mehr von Ihrem Konto, Es werden keine Daueraufträge ausgeführt und die Lastschriften gehen zurück und kosten darüber hinaus sowohl bei Ihnen als auch beim Empfänger (Miete, Strom, Telekommunikation) zusätzliche Gebühren. Werden Sie sofort tätig!

Die Kontopfändung kommt nicht aus den Wolken. Sie wird vorbereitet und ist z das zwangsläufige Ergebnis einer im Vorfeld abgegebenen eidesstattlichen Versicherung welcher der Gerichtsvollzieher Ihnen bei einem seiner Besuche abgenommen hat. Das für die Kontopfändung notwendige Dokument nennt sich Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (auch PfüB) und wird beim Kontoführenden Institut und beim Schuldner per Gerichtsvollzieher überbracht. (förmliche Zustellung). Dort taucht nun der Drittschuldner auf. Das ist die Bank bei der das gepfändete Konto geführt wird. Die Bank wird nun, nach Ablauf einer Frist von 14 Tagen, das vorhandene Guthaben an den Gläubiger auszahlen und zwar so lange bis die Summe welche das Vollstreckungsgericht in der PfüB genannt hat erreicht ist.

Was tun?
Als Schuldner sind Sie nicht schutzlos. Es gibt Pfändungsgrenzen welche Ihnen das Existenzminimum erhalten soll. Damit Ihre Bank diese einhält, müssen Sie beim zuständigen Vollstreckungsgericht, meist das Amtsgericht, einen Antrag stellen. Das Gericht wird die Bank anweisen, Ihr Arbeitseinkommen entsprechend der Tabelle zu §850c ZPO vor der Pfändung zu schützen. Versuchen Sie einen so genannten Blankettbeschluss zu erhalten, der dem Drittschuldner die Ermittlung des konkreten pfändbaren Arbeitseinkommens auferlegt. Somit muss Ihre Bank jeden Monat das Arbeitseinkommen und die im Freigabebeschluss festgestellten Unterhaltspflichtigen Personen gegenüberstellen.

Ich bekomme Sozialleistungen
Das ist etwas umständlicher. Nach §55 SGB I sind Geldleistungen sieben Tage nach Gutschrift unpfändbar. Sie müssen also binnen sieben Tagen (Banktagen) die Sozialleistung vom Konto ausgezahlt bekommen.
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